Sonntag, 25. September 2011

[Erfahrung] Tandemsprung in Fehrbellin

UPDATE: Habe eben erfahren, dass das mit dem Werben nur funktioniert, wenn man als Werber die vier Geworbenen zum Springen mitbringt (also als 5er Gruppe ankommt). Wer darauf Lust hat, kann es ja trotzdem in Betracht ziehen ;)

Das Gewinnspiel läuft gut und ich genieße die letzten Tage meiner Semesterferien ;)
Da habe ich mich dazu entschlossen mir und meiner Freundin etwas Besonderes zu gönnen: Einen Tandemsprung bei Takeoff (www.funjump.de) in Fehrbellin nahe Berlin. (Am 22.09.)
Diese werden ja heutzutage überall angeboten und sind auch über die einschlägigen Erlebnis-Seiten wie Jochen Schweizer oder mydays zu haben. Weil so ein Sprung aber gerne auch mal an die 200€ kostet, habe ich mich natürlich in gewohnter Manier nach Gutscheinen umgesehen ^^ und habe bei eBay Glück gehabt, wo jemand 2x100€ Gutscheine einer DailyDeal Aktion für 70€ angeboten hat. Mit diesen mussten wir dann je nur 90€ dazuzahlen und sind dann insgesamt für den Sprung auf je 125€ gekommen. Das ist im Vergleich sehr günstig! (Wieder mal ein Schnäppchen gemacht ;) )

Bildquelle: www.funjump.de


Mit dem Gutschein in der Hand wurde erst mal telefonisch ein Termin vereinbart, wobei die Kontaktpersonen immer sehr locker und freundlich waren. Ein Termin lies sich zum Glück schnell finden und das Wetter hat zu unserer Gebuchten Zeit auch mitgemacht (es war aber wohl etwas windig - aber dazu später mehr).
Um dorthin zu kommen, wird netterweise ein Shuttle-Service vom dortigen Bahnhof angeboten, den wir eigentlich auch nutzen wollten.  Allerdings harmonisieren die verfügbaren Sprungtermine (11:00, 13:00, 15:00) nicht besonders gut mit den Ankunftszeiten der Bahn (11:18, 13:18, 15:18). Eventuell hätte ich früher sagen sollen, dass wir die Bahn nutzen wollten, aber in dem Fall mussten wir dann mit dem Auto anreisen.
Als wir angekommen waren und bezahlt hatten, ging es auch gleich los.
Uns wurden unsere Tandempiloten vorgestellt und wir wurden in die passenden Outfits gesteckt: Ein Bodysuit und eine Kappe mit Brille und Handschuhen. Wird ja auch ziemlich kalt da oben.
Nach der Einweisung, in der uns die Piloten einige Haltungen beibrachten, die wir auf ein Zeichen hin einzunehmen hatten, wurde schon das Flugzeug bereitgestellt, in das wir wenig später auch schon einstiegen. Es war eine kleine Propellermaschine, in der wir mit dem Rücken zur Spitze auf eine Höhe von 4000m flogen. (Nach 1000m zeigten uns die Piloten den Höhenmesser und uns kam der Kilometer schon ausreichend hoch vor ;) )

Als wir dann die 4000m erreicht hatten, robbte ein Springer nach dem anderen (vor uns saßen noch einige ausgebildete Springer - wir waren die letzten) an die Luke und stürzte sich in die Tiefe. Da bis hierhin unter den Leuten im Flugzeug eine sehr entspannte Atmosphäre herrschte, waren wir viel weniger aufgeregt, als wir uns eigentlich vorgestellt hatten. Doch spätestens jetzt, hatte ich doch ein wenig Sorge vor dem großen Fall xD
Aber beim eigentlichen "Sprung" hat man dann sowieso keine Wahl, weil einen der Tandempilot auf dem Rücken natürlich den entscheidenden Schubs gibt.
Dann ging es los.

Die ersten paar Sekunden ist es das typische Fallgefühl, wie in einer Achterbahn, bloß stärker und etwas länger. Weil aber ein Stabilisationsschirm gleich am Anfang ausgeworfen wird, und durch den Luftwiderstand, hält man ab einem bestimmten Zeitpunkt eine konstante Geschwindigkeit von ca. 200km/h. Und ab hier fühlt sich das Ganze an, wie Fliegen! Oder zumindest so, wie man sich einen Sturzflug vorstellen würde ;)
Ich würde es irgendwie so beschreiben, als würde einen jemand mit großer Geschwindigkeit ins Wasser herunterziehen. Das kann damit zu tun haben, dass der Druck auf den Ohren zunimmt, oder dass es in der Wolke, durch die wir gefallen sind, etwas nass war. Aber das beschreibt meinen Eindruck ganz passend.

Ich beim Sprung mit Pilot auf dem Rücken. Quelle: Video der Handycam

Nach ca. 50 Sekunden (Mir kam es viel kürzer vor!), wurde der Fallschirm geöffnet und ich durfte den Großteil der folgenden 6-8 Minuten den Schirm steuern. Auch diese Zeit kam mir sehr viel kürzer vor, aber durch das Adrenalin hat man wohl eh kein so gutes Zeitgefühl ^^
Die Landung war bei mir sehr angenehm und weich.

Die Piloten hatten beide je eine Handycam mit, mit der sie einige Videoschnipsel und den gesamten Fall aufgenommen hatten. Diese Sequenzen wurden anschließend zusammengeschnitten und man konnte sich nach dem Ansehen des Ergebnisses entscheiden, ob man den Film (für je 60€) kaufen wollte. Haben wir natürlich gemacht. (Ohne diesen Film könnte ich mir heute wohl gar nicht vorstellen, dass ich das wirklich gemacht habe xD)
Insgesamt kann ich sagen, dass mir der Sprung grooooßen Spaß gemacht hat!!! Danach ist man total geflasht und glücklich. Leider vertrage ich wohl die Kurven während des Gleitens nicht so gut (bin auch kein Freund von Kettenkarussel, womit das Gefühl am ehesten vergleichbar wäre), weshalb ich mir gewünscht hätte, der Fall an sich hätte noch länger gedauert - Aber das wäre dann wohl etwas zu unsicher gewesen ;)

Ich kann so einen Tandemsprung nur jedem Empfehlen, der z.B. auch die Achterbahnen im Heidepark mag, den wir als Vorbereitung darauf kurz vorher besucht hatten (werde noch darüber schreiben). Es ist zwar nicht ganz das gleiche Gefühl, aber wer da seinen Spaß hat, findet es hier sicher noch besser :D

Zum Abschluss des Erlebnisses erhält man noch eine Art Gutschein, die einen dazu befähigt, Freunde zu werben. Bei 4 geworbenen Freunden erhält man einen Sprung kostenlos. Ich weiß nicht, ob man als 5. Person dabei sein muss, oder ob es reicht, wenn jemand sagt, dass er von jemandem geworben wurde.
Jedenfalls würde ich mich freuen, falls ihr durch diesen Artikel einen Sprung macht, wenn ihr mich als Werber angebt ;)

Kommentare:

  1. Endlich wieder ein Beitrag, hab schon ganz ungeduldig gewartet. ;)
    Wow, das klingt wirklich toll! Werde ich mir dann auch ueberlegen, ob ich das nicht vielleicht mal mache.

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  2. alle Achtung vor dem Sprung. Ich habe es bis jetzt noch nicht in Betracht gezogen, aber wenn ich lese, dass man mit einer Geschwindigkeit von fast 200km/h sich auf die Erde zu bewegt, dann wird mir ganz anders. Schade. Aber das ich dort oben keine Kontrolle über die Situation habe, schreckt mich leider ab.

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  3. Ich glaube, man darf nicht ganz so rational an die Sache rangehen.
    die Geschwindigkeit kann man in dieser Höhe sehr schlecht selber abschätzen, weil man keine Referenzpunkte hat und der Tandempilot hat insgesamt zwei Fallschirme im Rucksack, falls einer versagen sollte.
    Ist schon wirklich ein tolles Gefühl, aber bestimmt nicht jedermanns Sache ;)

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  4. Das sollte jeder im Leben gemacht haben. Es ist ein fantastisches Gefuehl!

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